Wolfgang Roick
Stark für Brandenburg.

Gesundheitspolitische Sprecherin Britta Müller zu Besuch im Klinikum Niederlausitz

Notfallversorgung, Qualitätssicherung, Crystal und Pflegeausbildung standen mit auf dem Programm

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Britta Müller war zu Gast im Klinikum Niederlausitz und am FamilienCampus LAUSITZ in Klettwitz. Begleitet wurde sie von dem SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Roick. Zunächst gab es ein Treffen am FamilienCampus Lausitz mit Geschäftsführerin Simone Weber-Karpinski. Danach folgte die Besichtigung in Senftenberg und Lauchhammer mit den Geschäftsführern Hendrik Karpinski und Uwe Böttcher

Die beiden Klinikstandorte Lauchhammer und Senftenberg waren die 26. und 27. Station der Landtagsabgeordneten bei ihrer Besuchstour der Brandenburger Krankenhäuser. Frau Müller beschäftigt sich eingehend mit den Belangen der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung. Themen während der Besichtigung waren unter anderem die vom Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragten Qualitätsindikatoren und ihre Auswirkungen auf die Krankenhäuser in Brandenburg sowie die aktuelle Debatte um die gestufte Notfallversorgung in Deutschland. Der Gemeinsame Ausschuss für das Gesundheitswesen in Deutschland hat empfohlen, die Zahl der Notaufnahmen an Kliniken deutlich zu verringern. Britta Müller sieht die Planungen des Gemeinsamen Bundesausschusses mit Sorge.

„Eine Umsetzung dieses Vorschlags hätte für das Flächenland Brandenburg erhebliche Auswirkungen. Das ist nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Kleine Krankenhäuser müssen auch weiterhin in der Lage sein, Patienten im akuten Fall zeitnah nach besten Kräften zu versorgen und erst dann gegebenenfalls eine Überweisung an Spezialisten zu prüfen. Wir wollen und müssen eine Lösung finden, die für Brandenburg passt und keine Versorgungslücken ins Land reißt“, so Britta Müller.

Auch das Klinikum sieht diese Entwicklung kritisch und plant daher unter anderem zum Ende des kommenden Jahres mit einem Neubau der Notaufnahme am Standort Senftenberg zu beginnen. Ziel ist die Errichtung einer zukunftsfähigen, den aktuellen und zukünftig zu erwarteten Bedürfnissen angepasste Notaufnahme, um für die Patienten eine noch bessere Versorgung zu gewährleisten. Auch die Rahmenbedingungen am Standort Lauchhammer werden nach und nach weiterentwickelt und den Erfordernissen angepasst.

Was das Thema Qualitätssicherung betrifft, so ist das Klinikum bestens gerüstet. Erst in diesem Jahr hat erneut die erfolgreiche Rezertifizierung des gesamten Klinikums und der Tochtergesellschaften nach DIN ISO 9001:2015 stattgefunden.

Auch auf die neue Pflegeausbildung ab 2020 sind das Klinikum und die CampusSchule gut vorbereitet. Schon jetzt gibt es an der CampusSchule am FamilienCampus LAUSITZ in Klettwitz übergreifende Lehrveranstaltungen für alle Fachrichtungen. Auch die Unterrichts- und Praxisräume sind so ausgestattet, dass diese sowohl für die Gesundheits- und Krankenpflege als auch für die Altenpflege Situationen im stationären und ambulanten Bereich abbilden. Dafür bieten die Räumlichkeiten des ehemaligen Bergmannskrankenhauses die besten Rahmenbedingungen.

Bei der Besichtigung der beiden Klinikstandorte war Britta Müller besonders angetan von den künstlerisch gestalteten Fluren und Zimmern auf der Kinderstation und der familiären Geburtsklinik in Lauchhammer. „Das ist eine der schönsten Geburtsstationen in Brandenburg“, sagt Britta Müller begeistert.

Quelle: Klinikum Niederlausitz