Teichwirte benötigen dauerhafte Unterstützung

29.07.2020

Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick befindet sich derzeit auf Sommertour, um mit verschiedensten Akteuren ins Gespräch zu kommen. So stand auch ein Besuch des Landesfischereiverbandes Brandenburg/Berlin e.V. auf dem Programm. Im Gespräch mit Geschäftsführer Lars Dettmann hinterfragte Wolfgang Roick die Situation der Teichwirte, die in Schutzgebieten tätig sind. Als umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag hat er unter anderem auch das Auslaufen der aktuellen Förderperiode im Jahr 2022 im Blick. Deshalb stellte der Fachmann für Naturschutz und Umweltpolitik bereits im Vorfeld der jetzigen Sommertour eine Anfrage an den Landkreis Oberspreewald-Lausitz, in der er die Situation der Teichbewirtschaftung in Schutzgebieten im Landkreis hinterfragte.

Im Ergebnis ist für Wolfgang Roick klar, dass die Teichwirte weiterhin gefördert werden müssen. „Die Bewirtschaftung der Teiche ist eine sehr notwendige Sache, weil Biotope nur so bestehen können. Ein Schutz kann nur durch Nutzung erfolgen. Damit die Teichwirte weiterhin tätig sein können, müssen ALLE Akteure die Arbeit unterstützen“, so seine Forderung. „Die Rotbauchunke, oder im Volksmund Feuerkröte genannt, der Laubfrosch und weitere schützenswerte Arten hätten ohne die Arbeit der Teichwirte kein Zuhause mehr“, bringt er es klar auf den Punkt. Die Arten seien nur da, weil bewirtschaftet wird. Auch der Landkreis OSL betont in seiner Antwort auf die Anfrage des Landtagsabgeordneten, dass es „keine Alternative zur Fortführung der binnenfischereilichen Förderung“ gebe. „Die binnenfischereiwirtschaftliche Nutzung der Teiche in Schutzgebieten hat einen maßgebenden Einfluss auf Zustand, Entwicklung und auf die Erreichung von Schutzzielen in Natura 2000-Gebieten“, so die Aussage des Landkreises OSL. Die Aussage der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises, dass dies nicht an jedem Standort der Fall sein soll, können weder der Landesfischereiverband noch Wolfgang Roick nachvollziehen. Deshalb will der Landtagsabgeordnete hier weiterhin zwischen allen Beteiligten vermitteln und ein Vor-Ort-Gespräch organisieren.